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03.02.2019

In der kommenden Woche beschäftigen wir uns mit ganz unterschiedlichen Formen des Reisens, sowohl physisch als auch metaphysisch.


In unserem ESOC-Kooperationsfilm „Die kanadische Reise“ reisen wir gemeinsam mit Mathieu nach Kanada, um die Geheimnisse seiner Familie und Herkunft zu lüften.
Regisseur Philippe Lioret versteht es dabei meisterhaft die erzählerische Dichte in kurzen jedoch vielsagenden Einstellungen zu entfalten. Die Hauptrolle des Mathieus wird von Pierre Deladonchamps gespielt, der 2014 den César als bester Jungschauspieler gewinnen konnte.


Am Mittwoch begeben wir uns auf eine letzte, bedächtige Reise zur Selbsterkenntnis. Lucky, der sich bisher mit Yoga und Zigaretten fit gehalten hat, wird sich nach einem Zusammenbruch seiner Sterblichkeit bewusst.
Hauptdarsteller Harry Dean Stanton verstarb 2017, was „Lucky“ zu seiner letzten großen Rolle machte.
Regiedebütant John Carroll Lynch kannte man bisher nur als Schauspieler. Zuletzt war er bei uns als Mac McDonald in „The Founder“ zu sehen.
Und dort wo ein Schauspieler zum Regisseur wird, wird auch ein Regisseur zum Schauspieler. In der Rolle des Howards, der in „Lucky“ seine Schildkröte verliert, sehen wir Kultregisseur David Lynch.


Donnerstags beschäftigen wir uns mit einer anderen Form des Reisens, nämlich der Flucht und Migration.
Im Dokumentarfilm „Eldorado“ von Markus Imhoof („More than Honey“) wird eine persönliche Erfahrung aus dem Leben des Filmemachers zur Triebfeder, die aktuelle Flüchtlingsproblematik zu thematisieren. Es werden sowohl individuelle Schicksale als auch globale Zusammenhänge beleuchtet. So wird anhand des Beispiels eines afrikanischen Bauers gezeigt, wie EU-Freihandelsabkommen mit Afrika die dortige Landwirtschaft zerstören und unmittelbar zu Flucht und Elend beitragen.
Der Filmtitel spielt übrigens geschickt mit dem Mythos des sagenumwobenen „Goldlandes“. Es zeigt sich, dass alles Gold, das die Flüchtlinge auf ihrer Reise finden, lediglich die Rückseite der Isolierdecken auf den Rettungsschiffen ist.

"I remember the time ...

21.01.2019

... I was kidnapped and they sent a piece of my finger to my father. He said he wanted more proof."

- Rodney Dangerfield (Komiker und Schauspieler)

Diese Woche gibt es gleich zwei Filme, bei denen Enführungen eine besondere Rolle spielen. Dabei zeigt sich, dass Entführungen in Filmen, anders als in der Realität, nicht immer bierernst genommen werden.

Am Dienstag starten wir mit der Komödie „Brigsby Bear“. Der Film, der auf zahlreichen internationalen Festspielen, darunter u.a. Sundance, Cannes und Filmfest München, gezeigt wurde, handelt von einem Entführungsopfer, das nach seiner Befreiung mit einer neuen Realität zurechtkommen muss. Hauptdarsteller Kyle Mooney, der auch das Drehbuch mitschrieb, ist seit 2013 Ensemblemitglied der amerikanischen Comedy-Show „Saturday Night Life“. Die Rolle des vermeintlichen Vaters spielt übrigens Luke Skywalker, der auch als Mark Hamill bekannt ist.



Im Programmkino Rex zeigen wir euch am Mittwoch eine französische Dokumentation, die ebenfalls bei den Filmfestspielen in Cannes 2017 gezeigt wurde. Dort konnte „Augenblicke: Gesichter einer Reise“ das Goldene Auge als bester Dokumentationsfilm gewinnen und wurde auch sogleich für den Oscar in derselben Kategorie nominiert. Das Time Magazine setzte ihn sogar auf seine Liste der zehn besten Filme 2017. Die Dokumentation sei nicht nur ein Film über den Charme der unscheinbaren Orte und der kleinen Leute. Sie sei auch die Geschichte einer anrührenden Beziehung von zwei Künstlern, die ein Altersunterschied von einem halben Jahrhundert trennt und die doch eine gemeinsame Sprache finden (Hilka Sinnig, ttt).
Der Film läuft bei uns auf Französisch mit Untertiteln.



Am Donnerstag kann dann wieder richtig gelacht werden, denn es ist „Game Night“. Regisseur John Francis Daley, der auch am Drehbuch für „Spiderman Homecoming“ und die beiden „Kill the Boss“ Filme mitschrieb, schickt auch hier Jason Bateman ins Spiel um einen verkorksten Entführungsfall.

Frohes Neues!

13.01.2019

Und schon wieder sind die Feiertage wie im Flug vergangen und der Semesteralltag hat uns bald wieder eingeholt. Auch wir vom Filmkreis nehmen diese Woche wieder die Arbeit auf und setzen unser Wintersemesterprogramm unbeirrt fort.


Klassischerweise starten wir in den Monat mit unserer ESOC Ciné-Club Kooperation. Das bedeutet, dass am Dienstag ein Film in französischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln im Audimax läuft. Dabei handelt es sich um „Die Brillante Mademoiselle Neïla“, in dem eine junge Studentin von ihrem sexistischen und rassistischen Professor, gespielt von Daniel Auteuil, widerwillig auf einen Rhetorikwettbewerb vorbereitet wird.


Am Mittwoch wird es dramatisch. Der Film „7 Tage in Entebbe“ handelt von der Entführung einer Air France Maschine, die 1976 tatsächlich so stattgefunden hat. Die Entführer landeten mit ihren Geiseln in Entebbe/Uganda, wo sie von Diktator Idi Amin herzlich begrüßt wurden. Bei der Befreiungsaktion durch israelische Streitkräfte kam der Anführer der Operation, Yonatan Netanjahu, Bruder des späteren Ministerpräsidenten Israels, Benjamin Netanjahu, ums Leben. Die beiden deutschen Entführer der Revolutionären Zellen werden von Daniel Brühl und Rosamund Pike porträtiert.


Am Donnerstag zeigen wir euch das vielfach ausgezeichnete Werk „Lady Bird“. 2018 konnte es zwei Golden Globes für die „Beste Filmkomödie“ und die „Beste Hauptdarstellerin“ (Saoirse Ronan oder auch Sheesha Ronan, wie ihr Kollege Dennis Quaid sagen würde) gewinnen. Bei den Oscars ging "Lady Bird" trotz fünf Nominierungen leider leer aus, obwohl er von vielen Kritikern als bester Film des Jahres 2017 angesehen wird. Die Coming-Of-Age-Komödie weist Parallelen zum Leben von Drehbuchautorin und Regisseurin Greta Gerwig auf, die man auch als Schauspielerin aus „Frances Ha“ u.a. kennt. Als Synchronsprecherin wird Greta Gerwig übrigens auch bei uns bald zu hören sein, nämlich in „Isle of Dogs“ von Wes Anderson.

Geschenke!!!

16.12.2018

Die letzte Spielwoche des Jahres hat begonnen und ihr werdet vorweihnachtlich beschenkt. Es wird einen Ehrengast, eine Überraschung und vor allem ganz viel Schnee geben.


Am Dienstag starten wir mit einem Dokumentarfilm von Thomas Frickel über den hessischen Filmemacher Martin Kirchberger, der 1991 bei einem Flugzeugabsturz bei Heidelberg gemeinsam mit dem Cinema Concetta Filmteam und 25 weiteren Personen ums Leben kam.
Kirchberger drehte vor allem satirische Kurzfilme und Pseudo-Dokumentarfilme. Seine Kurzfilme zeigen wir im Anschluss an die Doku „Wunder der Wirklichkeit“. Darunter auch „Bunkerlow“, der Kurzfilm, bei dessen Dreharbeiten Kirchberger ums Leben kam und der erst posthum fertiggestellt wurde.
Als besonderer Gast wird Filmemacher Thomas Frickel am Dienstagabend anwesend sein, um weitere Einblicke in das Leben und Schaffen seines verstorbenen Freundes Kirchberger zu geben. Zu Frickels eigenen Filmen zählen u.a. „Deckname Dennis“ und der Nachfolgefilm „Die Mondverschwörung“, muss man wissen.

Am Mittwoch überraschen wir euch beim BlindDate im Programmkino Rex mit einem Arthouse Film vor offiziellem Bundesstart. Die Sprachfassung wird Nicht-Englisch mit Untertiteln sein.

 


Am Donnerstag kommt der versprochene Schnee. Elisabeth Olsen von der Olsenbande und Jeremy Renner stapfen durch das meterhohe Weiß im Indianerreservat „Wind River“, um die Umstände des Todes einer jungen Indianerin zu klären. Taylor Sheridan, den man als Schauspieler aus diversen Fernsehserien kennt (u.a. Sons of Anarchy), schließt damit seine „Frontier Trilogie“, zu der noch die Filme „Sicario“ und „Hell or High Water“ zählen, ab. Für „Wind River“ schrieb er aber nicht nur das Drehbuch, sondern führte auch zum ersten Mal Regie.

Bis es mit unserem Programm im neuen Jahr am 15. Januar weitergeht, wünschen wir euch eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Als guten Vorsatz empfehlen wir immer: Mehr Filme schauen!

Pausenlos

26.11.2018

Gerade erst geht die Marvel Madness zu Ende und eigentlich hätten wir uns eine zweite Sommerpause verdient, aber nein auch diese Woche könnt ihr uns zu den gewohnten Zeiten besuchen und wir liefern euch wie immer drei hochklassige Filme.
Allen, die die Marvel Madness miterlebt haben, sprechen wir unser Dankeschön aus. Vergesst die Avengers, ihr seid die wahren Superhelden! Leider gibt es keine Teilnehmerurkunden, aber ihr könnt euch eure Eintrittskarten einrahmen und vorzeigen, wenn ihr euren Enkeln von diesem Wochenende erzählt.



Am Dienstag liefern wir euch gleich eine Deutschlandpremiere. Der japanische Film „River’s Edge“ lief bisher nirgends in einem deutschen Kinoprogramm und wurde lediglich auf Festivals wie der Berlinale präsentiert. Bei uns läuft er in Originalsprache mit deutschen Untertiteln.

Auch am Mittwoch seht ihr eine Premiere. In unserem BlindDate im Programmkino Rex zeigen wir euch einen Arthouse-Film vor offiziellem Bundesstart. Die Sprachfassung wird Nicht-Englisch mit Untertiteln sein.



Donnerstags wird die Geschichte des Drogenkrieges an der amerikanisch-mexikanischen Grenze aus dem Film „Sicario“ von Regisseur Denis Villeneuve fortgeschrieben. In „Sicario: Day of the Soldado“, wie er im englischen Original heißt, sind auch wieder Benicio Del Toro und Josh Brolin mit von der Partie. Das Werk läuft bei uns in der deutschen Fassung.

MADNESS VORBEI

25.11.2018

Wir vom Filmkreis sind nun kaputt, aber glücklich wieder zuhause. Nach dem aufräumen (das Dank euch super schnell ging), saßen wir noch zusammen und haben gut gespeist. Dabei können wir immer noch nicht realisieren wie mega die Veranstaltung lief.

Danke an alle, die dabei waren und es zu dem #marvelmadness gemacht haben, von dem im Filmkreis noch länger die Rede sein wird. Selbst bei den Filmen in der ersten Nacht waren knapp 50 von euch da. Jetzt heißt es ein bisschen Schlaf tanken und dann sehen wir uns bei den regulären Terminen wieder.

Auf dem Bild seht ihr übrigens die 27 Leute, die sich tatsächlich alle 20 Filme angehen haben ;)